🇵🇪 Peru, ein Resümee

Das Reich der Inka so spät nach ihrer Herrschaft zu erkunden, ist deutlich komfortabler, als zu deren Zeit. Wobei die Technologien damals schon äußerst fortschrittlich waren, wie ich in den letzten zwei Wochen feststellen konnte. Die Peruaner hängen sich bei den Tourismusangeboten ganz, ganz stark an deren Vergangenheit und Geschichte. Zu Recht! Doch auch das Peru im hier und jetzt hat unseren Aufenthalt besonders werden lassen.

„Kannst ruhig das Licht aufdrehn …“, murmelt Bernie hinter ihrer Schlafmaske hervor. Es ist noch sehr früh, aber in einer halben Stund werde ich abgeholt. Vor dem Verabschieden von Bernie checke ich nochmal meine Dokumente. Reisepass – Check. Boardingpässe – Check. Von denen brauche ich für meine Heimreise vier Stück: Arequipa – Lima – Bogota – Madrid – Wien. Ich fliege nicht mit den anderen gemeinsam, da dieselben Flüge retour zu teuer gewesen wären. So trennen sich nun unsere Wege erneut, wenn auch nur für einen Tag.

Das Taxi kommt zehn Minuten zu spät. Ich hab‘ aber eh einen Puffer eingerechnet – somit isses wurscht. Draußen ist es noch ziemlich finster, doch die Sillhouetten der Vulkane, die Arequipa einkreisen, sind schon gut zu erkennen. Ich erinnere mich dabei an den gerade Asche spuckenden Vulkan, den wir vom Colca-Tal aus gesehen haben. Und auch an die anderen Momente, die wir in den zwei Wochen Peru erlebt haben.

Das Land ist unheimlich reich an kulturellen Schätzen und sich dessen sehr wohl bewusst. Peru hat auch eine unheimliche Fülle und Vielfalt an verschiedenen Landschaften und Klimazonen. In nicht vielen Ländern kann man Regenwald, Wüste, Steppe, Wiese, Wald, Hochgebirge jenseits der 6.000 Meter und auch Großstadt erleben, ohne die Landesgrenze überqueren zu müssen.

Es ist unglaublich, wie weitläufig alles ist. Aus diesem Grund ist es auch so schwierig für einen Europäer, Distanzen einzuschätzen. Nach sechs Stunden Autofahrt hat man noch nicht einmal den Bruchteil der Landesfläche durchquert, wohingegen man in Europa bereits mehrere Staaten hinter sich gelassen hätte.

Genau wegen dieser Vielfalt und Weite bin ich müde. Die zwei Wochen dicht gestecktes Programm, um so viel wie möglich in der kurzen Zeit zu sehen, haben Spuren hinterlassen. Ich freue mich jetzt schon auf ein paar Tage ausschlafen – in meinem eigenen Bett!

Was nehme ich aus Peru mit?

Es war das letzte Land auf meiner Route, die mich einmal rund um den Globus führt. Nachdem ich schon fünf Länder geplant hatte, war ich bei meinen Vorbereitungen für Peru am schleißigsten. Die vielen Stunden Recherche für die Länder davor haben enorm Kraft gekostet, so war für dieses Land nicht mehr viel übrig. Umso mehr überrascht bin ich von der zuvor schon erwähnten Vielfalt! Ich stellte mir Peru immer braun und karg bewachsen vor, obwohl ich mir schon viele Bilder von Machu Picchu angesehen hatte. Irgendwie muss ich da das dichte und satte Grün rundherum ausgeblendet haben.

Peru ist wohl die größte Überraschung aller Länder und deswegen ein Highlight. Es ist manchmal gut, mit wenig Erwartungen bzw. mit wenig Vorbereitung wohin zu reisen. Diese Aha-Momente prägen sich viel stärker ins Reisegedächtnis. Ich bin froh erkannt zu haben, dass Peru viel, viel mehr als nur Machu Picchu ist. Wir haben nur einen kleinen Teil des riesigen Landes gesehen und ich verstehe nun äußerst gut, warum Andi „Peru, ich komme wieder!“ in sein Reisetagebuch geschrieben hat. Weil ich noch so viele andere Länder sehen möchte und das Leben leider viel zu kurz ist, belasse ich es für den Augenblick bei:

„Peru, schön dich kennengelernt zu haben!“

23 Gedanken zu „🇵🇪 Peru, ein Resümee“

  1. Ja, auch die längste Reise geht leider auch mal zu Ende. Mir werden Deine Berichte und Bilder, die mir die trüben ostösterreichischen Wintertage aufgehellt und belebt haben wirklich fehlen.
    Wenn Du etwa vorhaben solltest Deine gesammelten Werke auch als Buch zu veröffentlichen, hätte ich entsprechende Kontakte.
    Liebe Grüße
    Fritz

  2. Danke nochmals, Pauli, dass Du uns mit Deinen mitreißenden Schilderungen und phänomenalen Fotos so intensiv an Deiner aufregenden Reise hast teilnehmen lassen. Es kommt mir vor, als wäre ich ein bisschen dabei gewesen.
    Ich wünsche Dir eine gute Heimreise!
    ?????

  3. Ich kann mir vorstellen, dass du dich auf ein paar Tage ausruhen und das eigene Bett freust, ich habe deine Blogeinträge genauestens mitverfolgt und mich immer gefreut wenn ich ein neues “Pauli on the road“ in der Inbox hatte. Manchmal hab ich mir gedacht, du schläfst nie, entweder eine Tour, dann Blog schreiben, 3h aufstehen, essen, nächste Tour ? Wahnsinn, du hast ganz bestimmt alles “zeittechnisch“ rausgeholt was ging. Jetzt bin ich sogar bissl wehmütig weil mir die Einträge fehlen werden… ich schlage vor du schreibst weiter… “Pauli @home“ ?oder so… gute Heimreise und schönes Wiedersehen mit deiner Family / deinen Lieben.

  4. Ja, so ist es…. Man glaubt ein bisschen dabei gewesen zu sein… Danke für Deinen unglaublich großartigen Reisebericht, lieber Pauli! Ich hab mich ebenso immer gefreut, wenn es eine neue Story zu lesen gab! Komm(t) gut heim und liebe Grüße! Gaby

  5. Ich wünsche euch allen eine gute Heimreise und bin ebenfalls ein bisschen traurig, keine Beiträge mehr lesen zu können.
    ….aber vielleicht bist du ja auf den Geschmack gekommen um das beruflich zu machen ?

  6. Wahnsinn, wie schnell die Zeit vergangen ist. Bin sehr froh, dich einen Teil der Reise begleitet zu haben. Wünsche eine angenehme Heimreise und freu mich auf euch!

  7. Großer Respekt vor dem, was du mit diesem Blog geleistet hast, das ist wirklich beachtlich! Wenn ich daran denke jeden Tag Fotos zu sichten, bearbeiten und dann auch noch mehrere Seiten Text dazu zu schreiben, wären bei mir schon 3-4 Stunden täglich dahin. 😉 Ich kann mir den Aufwand vorstellen, der dahinter steht!

    Ich hoffe wir sehen/lesen in Zukunft noch mehr von dir! Aber zuerst wünsche ich euch noch gute Heimreise und freu mich schon drauf wenn wir uns in der Heimat wieder sehen! 🙂

    lg, werschi

    PS: wieviele deiner 4 Flüge hast du denn schon hinter dir? 😀

    1. Servas Werschi!
      Es war wirklich nicht immer easy und ich bin froh, jetzt eine Pause machen zu können ?
      Momentan sitz ich in Bogota am Flughafen und warte nun auf den längsten Flug meiner Reise zurück nach Europa. Ich freu mich auch schon sehr auf ein gemeinsames Bier!!!
      lg

      1. dann hast du ja die hälfte eh schon geschafft? 🙂
        wünsche angenehmen flug und möglichst gute nachtruhe! 😉

        lg, werschi

        PS: die wohnung ist schon vorgeheizt! 😉

  8. Es war toll so an deiner Reise teilnehmen zu können. Hast dir echt viel mühe gemacht. Danke dafür….wünsche dir jetzt alles Gute für die Heimreise.
    Lg

  9. Danke für die vielen tollen Fotos und Berichte. Das hat mir das pendeln nach Wien verschönert. Jetzt muss ich mir was neues suchen ?.

    Willkommen zurück ?! Lg Roman

  10. Möglicherweise bist jetzt schon zu Hause. Schließe mich den vorherigen Kommentaren an: du wirst mir fehlen!
    Freu mich auf ein Wiedersehen! LG Mathilde

  11. Lieber Pauli,
    Schade, jetzt ist die Zeit vorbei, wo ich gespannt diese Seite aufgerufen habe …
    Danke für die interessanten Informationen, unterhaltsamen Geschichten und unglaublichen Bilder.
    Schön, dass du wieder bei deiner Familie sein kannst 🙂
    Ich wünsche dir und deiner Bernie alles Liebe und mit allen Freunden noch viel Spaß im/am Leben!
    “Es heißt Freundschaft, weil man mit Freunden alles schafft”
    Liebe Grüße von Wiener Neudorf nach Neutal
    Elfi

  12. Lieber Pauli … natürlich auch Bernie!!
    Es war schön euer Reisebegleiter gewesen zu sein und wie alle bisher resümiert haben – es wird auch mir etwas fehlen. Dank euch habe auch ich meine kleine Weltreise gemacht, wenn auch nur meist auf der Couch oder im Autobus nach Wien 😉 Danke, danke für die vielen Bilder, Eindrücke und das Gefühl mittendrin zu sein statt nur dabei.
    Willkommen zu Hause, alles Gute für die Zukunft und ich freu mich euch beide so richtig zu knuddeln,
    Bussi bis bald Martina

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