💬 Andi kommt zu Wort

Es war im Februar 2010, als sich nach 6 Monaten in Südostasien und Südamerika meine kleine Weltreise zum Ende neigte. Nachdem ich damals zwar schon darüber nachdachte mich selbständig zu machen, aber keine konkrete Idee hatte, wie ich das anstellen sollte, durchsuchte ich in der Hotellobby in Bocas del Toro (Panama) die Online-Jobportale.

„Java Eisenstadt“ waren die Schlagworte, welche ich in die Tastatur klopfte- NIE im Leben würde ich zu Hause einen Job finden, dachte ich mir. Ich sah mich schon die Region auf Wien/Umgebung ausweiten. Aber Moment einmal, da war doch tatsächlich ein Treffer! Ein Web-Entwickler wurde gesucht. Ich bewarb mich noch aus Panama per Email und wurde tatsächlich eingeladen zum Vorstellungsgespräch, sobald ich wieder in Österreich zurück bin. Gesagt getan, beworben, eingestellt und schon zackprack Vollgas zurück im Arbeitsalltag im April 2010.

Jetzt musste ich nur noch ein paar Monate auf Pauli „warten“. Er betrat im November 2010 unsere kleine Startup-Bude in Eisenstadt, um die optischen Fehlgriffe von uns Entwicklern auszumerzen (mit Erfolg!). Aus unzähligen Zigaretten, Afterworkbieren und gemeinsamen Hobbies entstand bald eine wertvolle Freundschaft, welche auch mein Ausscheiden aus besagter Firma im März 2012 überdauert hat.

„Andi, foah‘ ma mit den Mountainbikes nach Nepal?“ – so ähnlich lautete Paulis einleitungslose Frage welche den Startschuß für unsere erste gemeinsame Reise bilden sollte. „Jo sicher!“ dürfte meine Antwort gewesen sein, denn kurz danach waren wir schon am recherchieren. Anhand der Reaktionen der Fluglinien (eigenes Mountainbike, Nepal??? Pfuh, na € 1.000 extra sicher…) und Bekannten die bereits den Mt. Everest Base-Camp-Trek absolviert hatten (Was DORT wollts mit den Bikes hin?) konnten wir erkennen, dass wir uns zu früh gefreut hatten.

Also wurde kurzerhand umgeplant, mit Christoph noch ein g’standener Bergfuchs und gemeinsamer Freund ins Boot geholt und unsere erste Trekkingreise war geboren! Die Erlebnisse vom Basecamp-Trek würden einen eigenen Blog füllen, es war nachhaltig beeindruckend und verhalf uns zur Erkenntnis: Die Reisechemie passt!

Es folgten viele Abenteuer („24h Burgenland“ wandern um den Neusiedlersee, 3-Tagesmarsch von Neutal nach Wien, Expedition McDonalds…) und im Juli 2014 durfte ich Bernie und Pauli nach Island begleiten. In rückwärtiger Richtung marschierten wir den Laugavegur, den beliebtesten Pfad Islands, hinauf. Wasserfälle wurden erklommen, Vulkane überquert und zerklüftete Felslandschaften wie von Frodo in Mordor bezwungen. Belohnt wurden wir von heissen Quellen, saftig grünen Hügeln und atemberaubenden, augenschmeichelnden Ausblicken. 9 Tage mit Rucksack, Zelt und Feldverpflegung in Kombination mit ein paar Tagen in der Hauptstadt Reykjavik ergaben das nächste Reisehighlight für mein Endlosreise-Tagebuch.

Da wären wir jetzt endlich beim Thema!

„Peru ich komme wieder!“ habe ich im Februar 2010 als Schlußsatz ins Tagebuch reingeschrieben (so richtig unvorstellbar in der heutigen Zeit, mit Stift auf Papier), obwohl ich mir wohl nicht wirklich erhofft hatte, tatsächlich wiederzukommen. Zu teuer, eine ewig lange Anreise und zu viele andere weiße Flecken auf meiner Landkarte sprachen dagegen… aber dank Pauli gab es nun einen guten Grund, das Land der Inka doch erneut zu besuchen. Es war zwar einiges an Überzeugungsarbeit von Pauli zu leisten, doch er hat es geschafft – meine Frau Eva und ich haben die Komfortzone verlassen und genießen seitdem jeden Tag hier in Peru – Danke Pauli!

Das absolute Highlight bislang war natürlich Machu Picchu, welches sich uns jetzt beim zweiten Anlauf in strahlendem Sonnenschein präsentierte (2010 war das heilige Tal wegen Überschwemmungen fast komplett gesperrt und eine Besichtigung unmöglich). Man steht im sogenannten Wächterhaus, sieht hinunter auf die vergessene Inkastadt und lässt einfach minutenlang den Blick schweifen, ist in den Bann gezogen von der mächtigen Ruine und den umliegenden Bergen.

Aber auch abseits von Machu Picchu hat mich Peru erneut in seinen Bann gezogen. Die unglaubliche Geschichte und Weisheit der Quechua (Inka), die wunderschöne Landschaft, die freundlichen Menschen und vielleicht ein wenig der Höhen- und Kokateerausch machen die Reise in dieses Land zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Zu Entdecken gibt es hier selbst nach der zweiten Reise noch genug (Nordperu, die Küste, den Dschungel!) also schreibe ich einfach nochmal in mein Reisetagebuch: „Peru, wir kommen wieder!“ und hoffe auf ein Wiedersehen!

Meinen Leitspruch, zitiert von einem 5-Euro-T-Shirt, möchte ich euch noch mit auf den Weg geben:

Travel is the only thing in life that makes you richer!

2 Gedanken zu „💬 Andi kommt zu Wort“

  1. Coole Story Andi,ihr beide solltet echt ein Buch schreiben, die fast täglichen Blogeinträge werden mir fehlen, haben mir meist den Heimweg in der Ubahn schneller und angenehmer vergehen lassen!Wünsch euch noch tolle letzte Tage!GLG an die Mädels!!

  2. Hi Sunny, sorry für die späte Antwort und danke für den Kommentar ? Ich sekkier den Pauli eh täglich dass er eine Ausstellung oder ein Buch aus dem Blog machen soll – hoffe er denkt drüber nach ????! Lg, Andi

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