Heute Morgen werden wir direkt von unserer Unterkunft mit dem Bus abgeholt, der uns in die Halong Bucht bringt. Eine aus unzĂ€hligen Kalksteinfelsen verzierte Bucht, die ca. drei Stunden Fahrtzeit sĂŒdöstlich von Hanoi liegt.

Zuvor muss ich noch schnell den Blogeintrag von gestern auf dem Laptop, der im Hostel fĂŒr jeden zugĂ€nglich ist, repariern und freischalten. Die technische Panne hat mich gestern bis 3:30 Uhr wach gehalten, jedoch konnte ich trotzdem nichts machen. Also muss ich noch in Blitzgeschwindigkeit den Beitrag richten, zum Bankomat und einen Kaffee trinken. Das Service fĂŒr den Blogeintrag ist sich ausgegangen, genauso wie Bankomat suchen und Geld abheben. Beim ZurĂŒckgehen wartet schon der Bus auf uns. Wir hĂŒpfen rein zu den anderen und ab gehts.
Die Stadt scheint kein Ende zu haben. Hanoi gibt einen nicht mehr so schnell frei. Nach circa eineinhalb Stunden machen wir eine Pause bei einer Touristen-Markthalle. Hier bekommt man alles: Kaffee, Chips, Stickbilder, Acrylkunstwerke; oder wer möchte, kann sich auch einen Springbrunnen fĂŒr den Garten aus Stein hauen lassen und ihn sich dann nach Hause schicken. Wir sind noch ziemlich erledigt von den letzten beiden Tagen und kaufen Ingwertee und Kaffee. Chips ersetzen das verpasste FrĂŒhstĂŒck. Kevin gönnt sich vor der Abfahrt noch eine Dusche unter dem Springbrunnen.

In der Halong Bucht werden wir mit einem kleineren Boot zu unserem âKreuzfahrtschiff” gebracht. Ich muss zugeben, ich war auf die groĂe Menge an Schiffen, die Ă€hnliche bzw. dieselben Touren anbieten, nicht vorbereitet. Ca. 15 Schiffe folgen uns in unsere Richtung und wir wiederum fahren weiteren 15 StĂŒck hinterher.
Zur BegrĂŒĂung gibts Eistee und eine kurze ErklĂ€rung, wie der restliche Tag ablaufen wird. Danach bekommen wir die ZimmerschlĂŒssel und können unsere KajĂŒten beziehen. Alles notwenige ist da. Wie zB. eigenes Bad und WC im Zimmer, Klimaanlage und sogar ein Safe. Nachdem alles fertig Verstaut ist bekommen wir gleich unser Mittagessen.

Es ist mehrgĂ€ngig und nicht enden wollend. Teller um Teller bringt die Crew an unsere Tische und wir können schon nicht mehr. Neben uns sitzen zwei irische Krankenschwestern und auf der anderen Seite zwei PĂ€rchen aus Australien. Insgesamt sind 22 GĂ€ste plus Crew an Board. Da unser Zeitplan Ă€uĂerst knapp aufeinanderfolgende Termine hat, mĂŒssen wir auch schon los.
Wenn man durch die Halong Bucht schippert, weiĂ man, warum es so viele Menschen hierher zieht. Die unterschiedlich geformten Kalksteinfelsen ragen ringsum aus dem Wasser, wie BĂ€ume im Wald. Ein unwirklicher, aber sehr schöner Ort. Der nĂ€chste Programmpunkt ist die âAmazing Cave” und die hĂ€lt, was der Name verspricht. Eine riesengroĂe Höhle mit mehreren Hallen wird ĂŒber einen hunderte Meter langen Gehweg fĂŒr Touristen durchzogen. Auf diesem schlĂ€ngeln wir uns durch das Gewölbe bis zum Ausgang.

ZurĂŒck am kleinen Taxiboot fahren wir zu einer kleinen Insel mit Strand, wo wir zuerst ĂŒber 400 Stufen auf einen Aussichtspunkt aufsteigen. Leider ist die Sonne schon hinterm Horizont verschwunden, doch das Licht schafft trotzdem noch eine tolle Stimmung in der Bucht. Bis wir die Stufen wieder unten sind, ist es schon verdammt dunkel. Strandliegen ist daher ausgefallen.

Das Abendessen ist von der Menge her Ă€hnlich wie das Mittagessen. Ein Gang nach dem anderen wird serviert. Plötzlich Licht aus! Im Speiseraum ist es völlig dunkel, doch es wird niemand nervös. Es gehört alles zur Show, die mit dramatischer Musik untermalt wird. Der nĂ€chste Gang wird mit einer ausgehöhlten und von innen beleuchteten Ananas serviert. Licht an – Applaus! Wir mĂŒssen lachen. Den restlichen Abend verbringen wir damit, mit unseren Tischnachbarn zu tratschen und vom Crew-Chef Lee aufgetragene RĂ€tsel zu lösen. Ein weiter interessanter Tag geht zu Ende.

WOW .. die Höhlen sind der Hammer đ Wahnsinns-Foto!!! Schad, dass die Bucht im Allgemeinen so ĂŒberrennt wird.
Hanoi is des schee dooo đ