{"id":1573,"date":"2018-01-09T21:29:47","date_gmt":"2018-01-09T20:29:47","guid":{"rendered":"http:\/\/paulgrill.com\/reise\/?p=1573"},"modified":"2022-01-27T19:40:39","modified_gmt":"2022-01-27T18:40:39","slug":"%f0%9f%87%a8%f0%9f%87%b7-costa-rica-ein-resuemee","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/paulgrill.com\/reise\/2018\/01\/09\/%f0%9f%87%a8%f0%9f%87%b7-costa-rica-ein-resuemee\/","title":{"rendered":"\ud83c\udde8\ud83c\uddf7 Costa Rica, ein Res\u00fcmee"},"content":{"rendered":"<p>Der Tag beginnt f\u00fcr mich noch fr\u00fcher als in den zwei Wochen Schildkr\u00f6tencamp. Ich stehe um 03:40 Uhr auf, da mein Bus schon um 04:30 Uhr in Samara abf\u00e4hrt. Weil ich schon am Abend alles eingepackt hatte, hat mir Nick sein Ladekabel geborgt. Ich h\u00e4nge in der Fr\u00fch\u2018 mein Handy ab und stecke seines an. Er schl\u00e4ft w\u00e4hrenddessen gut und verabschiedet haben wir uns gestern schon.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-1571\" src=\"http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/img_1438-2.jpg\" width=\"1500\" height=\"1000\" srcset=\"http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/img_1438-2.jpg 1500w, http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/img_1438-2-300x200.jpg 300w, http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/img_1438-2-768x512.jpg 768w, http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/img_1438-2-1024x683.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/p>\n<p><!--more-->Ich schnappe meinen Rucksack und verlasse in Dunkelheit das Hostel. Den Schl\u00fcssel schmeisse ich in den Postkasten. Noch verschlafen spaziere ich die Stra\u00dfe entlang zur Bushaltestelle, bei der ich bei meiner Anreise ausgestiegen bin. Ein paar Leute warten schon. Um 04:29 Uhr trifft der Bus ein. Extrem \u00fcberp\u00fcnktlich, wie ich nach mehr als zwei Wochen Costa Rica finde. Ich nehme neben einer \u00e4lteren Dame Platz und behalte meinen Rucksack bei mir, zwischen den Beinen. Es dauert eh nicht lange, bis ich wegkippe und drei Stunden schlafe. Ich w\u00fcrde mir w\u00fcnschen, dass mir das auch einmal im Flieger passieren w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Erstaunlicherweise stehen auch ein paar Passagiere. Erstaunlich deswegen, weil die Fahrt f\u00fcnf Stunden dauert. Ich finde auch Zeit, den vorigen Beitrag fertig zu schreiben inklusive Fotos hochzuladen. Da ich noch einiges an Guthaben auf meiner Wertkarten-SIM habe, mach\u2018 ich das \u00fcber\u2019s Handynetz. Nach vier Stunden machen wir einen kurzen Stopp, der wirklich nur 15 Minuten dauert. Dann setze ich mich wieder zur Oma in den Bus. Auch sie konnte w\u00e4hrend der Fahrt ein bisschen Schlaf finden. Ich glaube sie musste lachen, als ich das Affenfoto vom vorigen Beitrag eingef\u00fcgt habe.<\/p>\n<p>Der Bus h\u00e4lt. Die beiden Kanadier, mit denen ich kurz w\u00e4hrend der Pause getratscht habe, stehen auf. Ich frage sie, ob das die Flughafenhaltestelle ist. Sie und der Chauffeur, der mitgeh\u00f6rt hat, meinen \u201eJa!\u201c. Na gut, wenn das so ist, steig\u2018 ich auch aus. Der Eingang zum \u201eAeropuerto\u201c ist gleich um\u2018s Eck. Hier werde ich nun einige Stunden warten m\u00fcssen, da mein Flug erst um viertel sechs geht. Es h\u00e4tte noch einen sp\u00e4teren Bus von Samara nach San Jos\u00e9 gegeben, doch dann w\u00e4re alles viel zu knapp geworden. So telefoniere ich mit meinen Eltern, mit S\u00f6rs und Tommy und hole mir auch was zu essen. Vom Balkon meines Platzes aus sehe ich die ewig langen Menschenschlangen, die vor dem Security Check stehen. Ich bin froh, fr\u00fcher hier zu sein, denn mit dem anderen Bus h\u00e4tte das sicher nicht geklappt. Ein paar Stunden noch durchbeissen und still besch\u00e4ftigen, dann treffe ich das Geburtstagskind Eva, ihren Andi und meine Bernie.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1572 size-full\" src=\"http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/img_1663.jpg\" width=\"1500\" height=\"1122\" srcset=\"http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/img_1663.jpg 1500w, http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/img_1663-300x224.jpg 300w, http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/img_1663-768x574.jpg 768w, http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/img_1663-1024x766.jpg 1024w\" sizes=\"(max-width: 1500px) 100vw, 1500px\" \/><\/p>\n<p><strong>Nun zu meinem Res\u00fcmee:<\/strong><\/p>\n<p>Ich war im Vorhinein sehr eingesch\u00fcchtert, was die Reise nach Costa Rica betrifft. Mir wurde geraten, ich solle die Haltestellen nicht verlassen, den Busbahnhof sowieso nicht, im Bus auf meine Sachen besonders zu achten usw. &#8230; Ich war also auf sehr unsichere Umgebungen eingestellt. Ich bin mir absolut sicher, dass die Warnungen nur gut gemeint waren.<\/p>\n<p>Hinterher muss ich sagen, sind die Ticos doch sehr freundlich, offen und entspannt. Manchmal sind sie mir sogar zu entspannt. Ich kam aus dem geordnet und geregelten Tokyo in die \u201ePura Vida\u201c-Wurschtigkeitszone Mittelamerikas. \u201ePura Vida\u201c ist eine Lebenseinstellung, ein Leitspruch der stressbefreiten Ticos, das auch gerne als Begr\u00fc\u00dfung, Verabschiedung oder Best\u00e4tigung im t\u00e4glichen Sprachgebrauch verwendet wird. Costa Rica ist ein Land voller unglaublich sch\u00f6ner und vielf\u00e4ltiger Natur, von der ich leider nur einen winzigen Bruchteil sehen konnte. Eine Reise ist das Land jedenfalls wert, sofern ich das mit meinem Mini-Einblick bewerten darf. Man muss sich aber darauf einstellen, dass das Leben nicht billiger als bei uns ist. Es sei denn, man ern\u00e4hrt sich wirklich ausschlie\u00dflich von Reis und Bohnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"size-full\" src=\"http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2018\/01\/img_1628-3.jpg\" \/><\/p>\n<p><strong>Was nehme ich aus Costa Rica mit?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist das einzige Land, aus dem ich f\u00fcr mich weniger mitnehme, als ich dagelassen habe. Die extreme Gelassenheit und die Unp\u00fcnktlichkeit sind definitiv nichts, was ich mir in Zukunft aneignen m\u00f6chte. Was ich aber als positive Erfahrung empfand und deshalb selbst umsetzten m\u00f6chte, ist das offene und freundliche Zugehen auf Fremde. Ich durfte mich selbst, dank dieser Eigenschaft der Ticos, stets gut aufgehoben f\u00fchlen. Es w\u00fcrde auch einigen \u00f6sterreichischen Politikern und deren Anh\u00e4ngern nicht schaden, einmal diese Erfahrung zu machen und sich selbst als Ausl\u00e4nder in einem ferneren Land zu f\u00fchlen. Es macht einen gro\u00dfen Unterschied, ob dir jemand offen und freundlich oder verschlossen und abwertend begegnet. Wie man in den Wald hinein schreit, &#8230;<\/p>\n<p>Ich bin, wie schon erw\u00e4hnt, in dieses Land gekommen, um etwas hierzulassen. Und damit meine ich nicht nur den Sessel \ud83d\ude03. Ich meine meinen Beitrag zum Naturschutz und die Mithilfe, eine von uns Menschen bedrohte Art vor der m\u00f6glichen Ausrottung zu bewahren. Als Taucher durfte ich nur zwei Wochen vor meiner Costa Rica Reise eine wunderbare Erfahrung machen, als ich unterwasser hautnah mit der ein oder anderen Schildkr\u00f6te tauchen konnte. Diese Momente best\u00e4tigten meinen Entschluss, ins Schildkr\u00f6tencamp zu gehen, anstatt die zwei Wochen mit dem Auto durchs Land zu reisen. Nat\u00fcrlich w\u00e4re das urspr\u00fcngliche Vorhaben sensationell gewesen, doch das kann ich vielleicht in ein paar Jahren noch machen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/img_1268-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-large wp-image-1417\" src=\"http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/img_1268-1-1024x767.jpg\" alt=\"\" width=\"660\" height=\"494\" srcset=\"http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/img_1268-1-1024x767.jpg 1024w, http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/img_1268-1-300x225.jpg 300w, http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/img_1268-1-768x575.jpg 768w, http:\/\/paulgrill.com\/reise\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/img_1268-1.jpg 1500w\" sizes=\"(max-width: 660px) 100vw, 660px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ich bewundere die Leute, die nicht nur zwei Wochen, sondern oft ein Jahr oder gar ihr ganzes Leben einem solchen Projekt widmen. Ihnen gilt mein gr\u00f6\u00dfter Respekt, denn das Leben im Camp ist nicht so easy und l\u00e4ssig, wie man sich vielleicht ein Leben am Strand vorstellt. Es ist mehr wie das einfache, prunklose und minimalistische Leben auf einer Almh\u00fctte, mit t\u00e4glicher Arbeit und unregelm\u00e4\u00dfigem Tagesablauf inklusive Schichtbetrieb verbunden. Ja, es ist sch\u00f6n! Und ja, es war auch hart. Ich bin sehr froh, das durchgezogen zu haben und werde mich sicher gerne an die Zeit mit den tollen Kollegen im Camp zur\u00fcckerinnern.<\/p>\n<blockquote><p>\u00a1PURA VIDA!<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Tag beginnt f\u00fcr mich noch fr\u00fcher als in den zwei Wochen Schildkr\u00f6tencamp. Ich stehe um 03:40 Uhr auf, da mein Bus schon um 04:30 Uhr in Samara abf\u00e4hrt. Weil ich schon am Abend alles eingepackt hatte, hat mir Nick sein Ladekabel geborgt. 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