Speisen auf Reisen

Zuhause wiederholt sich mein Menüplan im Schnitt nach fünf Tagen. Ich habe dazu keine Statistik oder sonstige Auswertungen. Das ist meine persönliche Einschätzung. Irgendwie traurig, diese Einseitigkeit hinsichtlich Speiseplan im Alltag. Wenn ich unterwegs bin, versuche ich natürlich eher landestypische Speisen zu essen und die lokalen Spezialitäten auszuprobieren. Doch das ist nicht immer so einfach mit mir …

Tofu in Mauritius

Ich bin, was Essen angeht, schon eher heikel, würde ich behaupten. Das wohl größte Problem – speziell in exotischen und wärmeren Regionen – liegt darin, dass ich kein Obst esse. Ja, nicht einmal Bananen! Die Frage kommt dann meistens. Laut meiner Mutter habe ich schon als Kind jeglichen Babybrei mit püriertem Obst immer wieder ausgespuckt. Die Abneigung gegen Früchte wurde also schon in frühester Kindheit dokumentiert. Soweit der Exkurs in frühere Tage.

Zuhause esse ich kaum Fisch. Bin ich jedoch irgendwo am Meer, ändert sich das. Hier versuche ich meine Mahlzeiten landestypisch zu wählen. Plötzlich bekomme ich auch Lust auf Meeresfrüchte, wie Muscheln, Shrimps, etc. Lust auf Obst? Fehlanzeige. Es handelt sich nämlich um eine interkontinental erscheinende Abneigung.

Wer isst, dem dürstet auch. Wer mich kennt weiß, mich dürstet oft nach Bier. Als Raucher konnte ich Bier nicht ausstehen und blieb daher meistens beim Wein. Seit ich im Jahr 2011 das Rauchen aufgegeben habe, blühen die Geschmacksknospen auf, wenn ich Bier trinke. Die Hopfenkaltschale – wie sie Mike Krüger im Film „Die Supernasen“ bezeichnet – gibt es in so gut wie jedem Land. Das ist schön. Zu Gast in fernen Ländern bestelle ich nicht das allgegenwärtige Heineken, sondern natürlich lokale Gebräue. Bisher wurde ich noch selten schwer enttäuscht.

Keo Bier, Zypern

Worauf freu’ ich mich schon besonders auf meiner Reise? Was erwarte ich kulinarisch?

In Vietnam freue ich mich auf Phở, eine kräftige Suppe mit Rind oder Hühnerfleisch, sowie frischem Gemüse und (Reis-)Nudeln. Mein Freund Andi hat mich auf die kambodschanischen Currys aufmerksam gemacht. Da ich für mein Leben gerne indische Currys esse und Andi meinte, dass die kambodschanischen den indischen Currys sehr ähnlich sind, bin ich schon äußerst gespannt! Mit der balinesischen Küche habe ich mich noch nicht auseinandergesetzt. Das fällt mir jetzt gerade auf. Die haben bestimmt gutes Bier! Japan wird wohl das absolute kulinarische Highlight meiner Reise. In nahezu jedem Reiseführer wird das Essen im Land der aufgehenden Sonne hervorgehoben. „Nutzen Sie jede Gelegenheit, um lokale Spezialitäten – vor allem Streetfood – zu essen“, so sagt es der Reiseführer. Und der kennt sich aus. Das berühmte Steak vom Kobe-Rind muss man sich wohl leisten, auch wenn es der Reisekassa sehr weh tun wird. Costa Rica wird mich wohl ähnlich wie Bali fordern. Hier ein bisschen Obst, da ein bisschen Frucht – ich muss mich vor den Kochbananen in Acht nehmen. Peru = Meerschwein. Peru = Lama. Peru = Alpaca. Wenn ich nach Kroatien fahre, bekomme ich Lust auf Fisch. Wenn ich nach Peru fliege, bekomme ich… naja, schauen wir mal.

Vielleicht habt ihr ja besondere Tipps, die man im jeweiligen Land nicht auslassen sollte. Für genau solche Tipps sind euch meine Reisepartner und ich sehr dankbar! Kommentare können ganz einfach hier unten hinterlassen werden.

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