Sechs Länder in zwei Monaten zu bereisen und deren Kulturen intensiv zu erleben ist an sich schon eine Herausforderung. Um die Chancen zu erhöhen, diese Herausforderung zu meistern, muss ich mich einer anderen Herausforderung stellen. Diese lautet leichtes Reisen. Das bedeutet Reisen mit leichtem Gepäck. Ich hab mich schon während der Planung dazu entschlossen, gar kein Hauptgepäck aufzugeben. Die neun Wochen auf Achse möchte ich nur mit dem Handgepäck erleben.
Vor ein paar Jahren unternahm ich meine erste Reise mit Trekking-Rucksack nach Nepal. Gemeinsam mit meinen Reisekollegen habe ich mich schon damals mit dem Thema Gewichtsreduktion des Gepäcks befasst. Viele Internetartikel, Reiseberichte, Forenbeiträge und sogar ein kleiner Schmöker Fachliteratur halfen uns, die richtigen Utensilien auszuwählen. Die Jahre darauf folgten weitere Reisen mit ähnlichem Charakter und man lernt jedesmal automatisch dazu. Es gibt auch nach dem fünften Mal immer noch den ein oder anderen Gegenstand, den man nicht hätte mitnehmen müssen.
Für diesen Trip musste ich zuerst einmal herausfinden, wieviel Kilo ich eigentlich mitnehmen darf. Diese Beschränkungen können von Airline zu Airline variieren. Also musste ich die ersten Flüge checken, um
- zu wissen, mit welcher Airline ich wohin fliege und
- was die Handgepäcksbestimmungen bzgl. des Gewichts derjenigen sind UND
- welche aller sind die niedrigsten?
Der kleinste gemeinsame Nenner in meinem Fall sind 7kg. Das bedeutet, dass alles was in meinen Rucksack kommt, inklusive Rucksack selbst, nicht mehr als diese 7kg wiegen darf. Na bumm. Das ist nicht viel. Als wir vor zwei Jahren auf den Azoren waren, hat alleine meine Kameraausrüstung über 4kg gewogen. Nach meinem Umstieg von Spiegelreflex (Nikon D5300) auf Systemkamera (Sony a6300) wog das ganze Kamerazeugs mit absolut vergleichbarem Zubehör in Neuseeland nur noch knapp über 3kg. Auch durch einen Technologiewechsel kann erheblich an Gewicht gespart werden. Für diese Reise musste ich aber noch an einer anderen Stelle etwas wegzwicken. Ich hab mir also ein viel kompakteres, reisetaugliches Stativ besorgt und konnte dadurch weitere 1,3kg (!) einsparen. Mit all den Erkenntnissen und Erfahrungen der letzten Reisen komme ich nun auf ein Gesamtgewicht der Fotoausrüstung von 1,85kg – inkl. drittem Objektiv!

Auf dem leider etwas lieblosen Handy-Foto sieht man, wie ich meine Sachen vor jeder Reise auflege. Irgendwie hab’ ich das Bedürfnis, alles auf einmal zu sehen – den ganzen Haufen im Überblick. Nun ja, diesen Haufen schlichte ich dann im Normalfall am Tisch und gleiche meine Liste damit ab. Es wird dann auch jedes einzelne Ding abgewogen. Der Nagelzwicker hat zB. 17g. So etwas weiß ich. Ziemlich nerdig. Das weiß ich auch.
Prinzipiell ließen sich von meiner Packliste nur noch Dinge streichen, um noch mehr Gewicht einzusparen. Der Bequemlichkeit halber möchte ich das aber nicht, solange alles unter 7kg wiegt. Das tut es momentan und es hat auch nicht den Anschein, dass sich etwas dramatisch daran ändern wird.
Für alle Interessierten habe ich meine Packliste hochgeladen. Diese Liste ist noch nicht komplett. Es fehlen noch ein paar Daten und sicher noch der ein oder andere Gegenstand. In den nächsten Wochen werde ich diese Liste updaten und mein Setup finalisieren.
Tipp: Trekking ultraleicht von Stefan Dapprich


Wünsche dir noch gute Vorbereitung, viel Spaß und für uns tolle Berichte inkl. spitzen Bilder….
Danke Judith! Ich geb’ mein Bestes – Kamera ist sowieso dabei. Ich hoff, sie bleibt mein eigen 🙂
lässiges t-shirt!